Die Frage, wie es um die Verteilungsgerechtigkeit in unserer Gesellschaft bestellt ist, wird zunehmend in der Öffentlichkeit diskutiert. Die soziale Ungleichheit wächst beständig. Prekarisierungstendenzen haben längst die bislang als stabil geltende breite gesellschaftliche Mitte erreicht. Wenn allerdings die breite Mittelschicht als Trägerin des westlichen Gesellschaftsmodells – beruhend auf parlamentarischer Demokratie, Marktwirtschaft und Sozialstaat - zunehmend von der Wohlstandsentwicklung abgekoppelt wird, droht das bestehende Gesellschaftsmodell in eine schwerwiegende Legitimationskrise zu schlittern. Es drängt sich die Frage auf, welche Auswirkungen die ungleiche Verteilung auf die demokratische Verfassung einer Gesellschaft hat.
Die Tagung soll sich diesen Entwicklungen widmen. Sie soll ein Forum für Studierende und Graduierte aus unterschiedlichen (vorwiegend politologischen und sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen) Disziplinen sein, die sich mit Fragestellungen rund um das Thema „Verteilung und Demokratie“ beschäftigen. Die Tagung bietet die Möglichkeit, mit namhaften WissenschafterInnen über zentrale Fragen dieses Themas zu diskutieren. NachwuchswissenschaftlerInnen sind daher eingeladen, ihre Arbeiten, Zwischenstände und grundlegende Fragestellungen auf der Tagung zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen.
Vorschläge für etwa 15-20-minütige Beiträge, die bis zum 12. September 2008 beim Graduiertenzentrum (Email: gz.sowi@univie.ac.at) eingehen, werden einem anonymisierten Review-Prozess unterzogen. Die Begutachtung wird auf der Basis von drei Kriterien erfolgen: (1) Originalität, (2) Relevanz/Themenbezug, (3) wissenschaftliche Qualität.
Wir bitten um Einsendung von Abstracts (ca. 2 Seiten), aus denen Inhalt und Strukturierung der geplanten Präsentation (• Fragestellung • Struktur • Daten und Methode • Literatur) ersichtlich werden. Sie werden Ende September kontaktiert. Abgabe der fertigen Papiere (max. 25.000 - 30.000 Zeichen) bis 31.10. (=> sollen dann ins Netz gestellt werden). Es ist geplant, eine Auswahl der präsentierten Papiere zu veröffentlichen.
Es wird keine Tagungsgebühr eingehoben. Reise- und Unterkunftskosten können leider nicht erstattet werden.
Priska Flandorfer, Graduiertenzentrum der Fakultät für Sozialwissenschaften, Universität Wien
gz.sowi@univie.ac.at (zu Handen Priska Flandorfer)